Untervermietung: Was Vermieter wissen müssen

Untervermietung: Was Vermieter wissen müssen

Untervermietung ist keine Seltenheit und die Gründe reichen von zu hoher Miete bis hin zu einem befristeten Auslandsaufenthalt. Grundsätzlich ist das Untervermieten von Wohnungen oder einzelnen Zimmern erlaubt. Doch nicht alles muss der Vermieter akzeptieren.

 

  • Grundsätzlich gilt: Der Mieter muss die Genehmigung vom Vermieter einholen. In diesem Zuge kann der Vermieter auf Angaben zum Untermieter bestehen. Nicht informiert werden muss er bei lediglich kurzzeitigem (unentgeltlich!) Besuch von Familienangehörigen oder engen Freunden, zu denen ein ausschließlich persönliches Verhältnis besteht.
  • Bei längerfristigen Aufenthalten sollte der Vermieter informiert werden. Soweit der Besuch nicht den Richtwert von 4-6 Wochen überschreitet, dürfte in der Regel keine Zustimmung des Vermieters erforderlich sein. Darüber hinaus gehender Besuch ist im Einzelfall zu betrachten. 
  • Lebt der Mieter in einer Wohngemeinschaft, hat er die Genehmigung aller Mitbewohner einzuholen. Auch muss die Untervermietung für den Vermieter zumutbar sein, bspw. wenn die Wohnung überbelegt werden würde.
  • Der Hauptmieter haftet gegenüber dem Vermieter. Wird ohne Erlaubnis untervermietet, kann der Vermieter Schadensersatz verlangen. Auch die Gebäudeversicherung kann u.U. Regress nehmen.
  • Der Vermieter wiederum darf die Untervermietung nicht unbegründet ablehnen. Andernfalls kann der Mieter diese einklagen und Ersatz für die entgangene Untermiete verlangen.
  • Anspruch auf Extra-Zahlungen hat der Vermieter dann, wenn eine Inklusivmiete vereinbart wurde und die Nebenkosten mit dem Untermieter steigen (§ 553 Abs. 2 BGB ). 


immocation Anwalt Bodo sagt: 

„Wichtig ist, dass der Mieter keinen Anspruch auf Erteilung einer Erlaubnis hat, wenn er die Wohnung lediglich tage- oder wochenweise an Touristen oder Geschäftsleute (also v.a. über Airbnb) überlassen will. Hinzukommt in solchen Fällen in einigen Großstädten auch das Erfordernis einer Genehmigung nach Zweckentfremdungsverbotsrecht.”

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