Immobilienmarkt: Tauschbörsen wollen Wohnungsmangel in Deutschland entgegenwirken

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Laut dem Deutschen Mieterbund fehlen in Deutschland etwa eine Million Wohnungen  – insbesondere in Ballungszentren. Tauschbörsen wollen der Wohnungskrise nun entgegenwirken. Doch das hat einen entscheidenden Haken.

 

  • Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass jeder zweite Deutsche bereit wäre, im Alter die größere gegen eine kleinere Wohnung zu tauschen. Dieses Potenzial wollen Tauschbörsen wie tauschwohnung.com nutzen.
  • Senioren, die bereit sind umzuziehen, können sich auf dem Portal anmelden und ihre Wohnung einstellen. Sie nennen Wunschgröße und -preis für die neue Bleibe und warten auf einen potenziellen Tauschpartner.
  • Der Haken: Vor allem Senioren, die auf einer stillen Wohnreserve sitzen, haben oftmals noch alte Mietverträge. Ein Umzug würde für viele teurer werden, da Neuvermietungen stark gestiegen sind.
  • Großstädte wie München wollen dieses Konzept fördern und eine eigene digitale Wohnungstauschbörse einrichten. Gleichzeitig garantiert die städtische Wohnungsbaugesellschaft, dass die neue Miete der alten entspricht.
  • In Berlin wird der Wohnungstausch schon länger betrieben. Das Fazit: Die Idee ist gut, doch bleibt der Erfolg überschaubar. So kommen auf die Anzeige einer kleineren Wohnung, 4,4 Anfragen von Mietern, die eine größere Bleibe suchen. Auch ziehen viele Senioren in ein Betreutes Wohnen und sind an keinem Tausch interessiert.



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