Die Reichstagskuppel in Berlin: Von hier aus wird die Steuerpolitik gesteuert

Gibt es Steuersenkungen? Das sagen die Wahlprogramme der Parteien

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Alle Parteien wollen die Einkommenssteuern für verschiedene Einkommensklassen senken, doch die Modelle unterscheiden sich zum Teil stark.

Die Reichstagskuppel in Berlin: Von hier aus wird die Steuerpolitik gesteuert

Die Informationen beziehen sich lediglich auf die Veränderung der Einkommenssteuer. Mögliche Veränderung beim Ehegattensplitting oder auch Vermögenssteuern (wie sie SPD, Linke und Grüne fordern) finden keine Beachtung, da diese noch nicht konkret formuliert wurden. 


Das haben die Parteien vor:

CDU / CSU

Die Union schließt Steuererhöhungen aus. Zudem will sie den Solidaritätszuschlag abschaffen. Ansonsten wird sie nicht konkret. 

FDP

Der Spitzensteuersatz soll ab 90.000 € Bruttojahreseinkommen greifen (derzeit 58.000 €). Der Solidaritätszuschlag soll abgeschafft werden. 

GRÜNE

Die Partei will den Grundfreibetrag (derzeit 9.744 €) erhöhen. Wie hoch er genau ausfallen soll wird nicht beschrieben.Für Singles, die über 100.000 € verdienen soll der Spitzensteuersatz auf 45% erhöht werden (derzeit 42%). Der Reichensteuersatz (ab 274.000 Brutto) für Ledige soll auf 48% (derzeit 45%) erhöht werden.

SPD

Der Reichensteuersatz soll ab 250.000 € greifen (derzeit ab 274.000 €). Weitere konkrete Pläne legt die Partei nicht vor. Von dem Parteichef Norbert Walter-Borjans gab es aber kürzlich den Vorschlag, den Spitzensteuersatz leicht zu erhöhen und ihn dafür aber erst ab einem höheren Einkommen greifen zu lassen. 

LINKE

Der Grundfreibetrag soll auf 14.000 € angehoben werden. Der Spitzensteuersatz soll auf 53% angehoben werden und schon ab 70.000 € greifen. Ab 250.000 € sollen 60%, ab einer Million Bruttojahreseinkommen 75% Steuern gezahlt werden.

 

Darum ist es relevant:

Die Steuerlast, die ein Immobilieninvestor zu tragen hat beeinflusst maßgeblich, wie viel Kapital ihm für weitere Investitionen zur Verfügung steht. Daher sollten die Steuerprogramme ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung sein, wenn man wählt.

Eine Übersicht, wieviel ihr je nach Einkommensklasse bei den verschiedenen Parteien spart / draufzahlt findet ihr beim Handelsblatt.


Quelle: Handelsblatt, IW Institut

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