Neubau von Wohnungen (Symbolbild)

So viele Wohnungen wurden 2020 geschaffen

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Neue Destatis-Zahlen belegen eine Trendwende und es werden immer noch zu wenige Wohnungen geschaffen. Alle Informationen erfahrt ihr kompakt hier.

Neubau von Wohnungen (Symbolbild)

Das sind die Zahlen

Im letzten Jahr wurden 290.966 Wohnungen neu geschaffen und damit gut 2.000 Wohnungen weniger als 2019. Damit wird ein Aufwärtstrend gebrochen: Von 2009 bis 2019 stieg die Zahl der fertiggestellten Wohnungen stetig an. 

Die deutsche Durchschnittswohnung misst 92 Quadratmeter (1,1 Quadratmeter mehr als 2010). Der Wohnflächenverbrauch pro Kopf beträgt statistisch gesehen 47,4 Quadratmeter. 


So viele Wohnungen braucht Deutschland jährlich

Es existieren zahlreiche Einschätzungen zu dem genauen Neubaubedarf und keine ist absolut genau. Hier aber zwei Werte, die die obigen Zahlen ins Verhältnis setzen: 

Laut IW-Institut Köln müssten jährlich 340.000 Wohnungen gebaut werden um den steigenden Bedarf durch Zuzug und Urbanisierung zu decken. 

Die große Koalition hat es sich zum Ziel gesetzt, 1,5 Millionen Wohnungen, also 375.000 pro Jahr, zu bauen. 


Darum ist es relevant

Je stärker das Angebot an Wohnungen steigt, desto wahrscheinlicher sind Miet- und Kaufpreiskorrekturen. Die Fertigstellungszahlen sind daher ein guter Indikator dafür, in welche Richtung sich die Immobilienpreise entwickeln könnten. 


Unsere Einschätzung

2020 wurden wieder einmal weniger Wohnungen gebaut als benötigt, was ein besorgniserregendes Zeichen für Wohnungssuchende ist. Denn die Zahlen zeigen, dass die Wohnungskrise noch länger andauern könnte. Für Bestandshalter in angespannten Märkten ist die Zahl ein guter Indikator dafür, dass die Mietnachfrage ungebrochen stark bleiben könnte.

Mit den coronabedingten Engpässen in den Bauverwaltungen und den massiv angestiegenen Baupreisen gab es allerdings auch zwei Faktoren höherer Gewalt, die das Bauen maßgeblich erschwert haben. Interessant werden die Werte für 2021, in denen die Veränderungen durch die Coronapandemie den normalen Betrieb nicht mehr so stark beeinflusst haben. 


Quelle: Destatis, IW Köln 

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