Immobilienverbände fordern Sachkundenachweis für mehr Schutz von Wohnungseigentum

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12 Verbände aus der Immobilienbranche fordern in einem Schreiben an Bundestagsabgeordnete den Nachweis einer Qualifikation für Immobilienverwalter. Damit soll künftig Wohnungseigentum umfassend geschützt werden.

 

  • Im Zuge der WEG-Reform (Wohnungseigentumsgesetz), welche derzeit im Bundestag diskutiert wird, soll nun auch ein Sachkundenachweis für Immobilienverwalter eingeführt werden.
  • Aufgegriffen wurde das Thema vom Verband der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV), der die fehlenden Fachkenntnisse zahlreicher Verwalter bemängelte. Dieser Meinung schlossen sich auch andere Verbände an.
  • Aktuell besteht eine Fortbildungspflicht von 20 Stunden innerhalb von drei Jahren. Dadurch wird es vielen Quereinsteigern ermöglicht, ohne fundierte Ausbildung, als Immobilienverwalter tätig zu sein.
  • Laut den Verbänden stellt Wohnungseigentum für viele Bürger eine Altersvorsorge dar, das unter einen umfassenden Schutz gestellt werden sollte. 
  • Anhand eines Schreibens an Bundestagsabgeordnete plädieren die Verbände an einen verpflichtenden Sachkundenachweis, der im europäischen Ausland bereits Standard sei.


Julia Moslener (Asset Managerin & immocation Coach) sagt: 

„Grundsätzlich bin ich immer dafür, dass die Ausübung einer verantwortungsvollen Tätigkeit ausschließlich mit einer fundierten Ausbildung durchgeführt werden sollte. Auch mir und meinen Kunden fällt immer wieder auf, in welch hohem Maße Verwaltungen mit sehr unqualifiziertem Personal arbeiten. Fraglich ist natürlich, wie diese Grundqualifikation aussehen sollte. In den letzten Jahren hat sich immer mehr gezeigt, dass besonders im Bereich der WEG-Verwaltung, aber auch in der Mietverwaltung, die Lohnkosten exorbitant gestiegen sind. Das wird sich bei der Forderung von Qualifikationsnachweisen noch weiter erhöhen, da Quereinsteiger wegfallen. Das schlägt sich natürlich maßgeblich auch in den von den Eigentümern zu zahlenden Verwalter-Honoraren nieder. Meines Erachtens sollte hier eine Staffelung vorgenommen werden. Vielleicht wäre es sinnvoll, den Nachweis, bspw. einer Tätigkeit in der Hausverwaltung, zu fordern. Ähnlich sehe ich das bei der Mietverwaltung: Hier bin ich der Meinung, dass fünf Jahre Berufserfahrung und entsprechende Weiterbildungen ausreichen würden."


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