Ein Schornstein raucht (Symbolbild)

Prognose: Heizkosten steigen 2021 um bis zu 44%

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Die Heizkosten könnten dieses Jahr um bis zu 44% steigen. Woran das liegt und die genauen Zahlen erfahrt ihr hier.

Ein Schornstein raucht (Symbolbild)

Was ist passiert?

Der Heizspiegel für Deutschland 2021 wertete insgesamt 123.000 Datensätze aus Häusern mit Zentralheizung aus und verglich die Veränderungen der Heizkosten mit dem Vorjahr. Als Ergebnis wird ein deutlicher Anstieg der Heizkosten prognostiziert. 

Im Schnitt werden die Kosten für das Jahr 2021 um ca. 13% steigen. Für Ölheizungen könnte der Anstieg auch höher ausfallen. Grund für diesen Anstieg werden Faktoren wie kühleres Wetter während der Heizsaison, steigende Energiepreise und der neue CO2-Preis genannt.

Bezogen auf eine durchschnittliche Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit ca. 70 m² wird eine Veränderung wie folgt prognostiziert: 

Energieträger / Heizsysteme:      2020           2021

Erdgas                                                        -   5%         + 13%

Heizöl                                                        - 27%         + 44%

Fernwärme                                              -   2%         +   9%

Wärmepumpe                                       -   1%         +  7%

Holzpellets                                              -   6%         +  3%

Quelle: co2online

Zudem wird betont, dass bereits kleinere Maßnahmen die Kosten senken können. So schreibt die Heizspiegel-Autoren, dass energiesparendes Lüften, moderne Thermostate oder ein Sparduschkopf den Verbrauch verringern und klimaschädliche CO2-Emissionen vermieden werden können.


Darum ist es wichtig

Nach Daten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft werden knapp jede zweite Wohnung mit Gas und jede vierte mit Öl beheizt. Die Kosten werden weiter ansteigen, sodass geprüft werden muss, ob Optimierungs- und Investitionsbedarf in umweltfreundliche Energieträger besteht. 

Der Bund übernimmt bereits schon jetzt bis zu 45% der Kosten für den Umstieg auf Heizungen mit erneuerbaren Energieträgern. Zudem werden weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel Wärmedämmung gefördert.

Sollten die Regierungsbildung mit den Grünen und der FDP eintreten, so wird eine Erweiterung der Förderungsprogramme voraussichtlich weitere Anreize für den Umstieg auf umweltfreundlichere Energieträger schaffen. Immobilieninvestoren sollten dies im Hinterkopf behalten und können schon jetzt wichtige Vorkehrungen treffen, um die Kosten in den nächsten Jahren zu optimieren.


Unsere Einschätzung

Der Heizspiegel gibt eindeutigen Aufschluss darüber, welche Richtung die Heizkosten einschlagen werden. Aus unserer Sicht ist für eine Kostenoptimierung auch der generelle Zustand des Hauses zu beachten. Ein guter energetischer Zustand ist mindestens genauso wichtig wie der Energieträger selbst. 


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