Neuregelung von Share Deals: SPD fordert härtere Maßnahmen bei Grunderwerbsteuer

Neuregelung von Share Deals: SPD fordert härtere Maßnahmen bei Grunderwerbsteuer

Seit 2018 wird eine Reform der Grunderwerbsteuer im Bereich der Share Deals auf politischer Ebene diskutiert. Doch eine Einigung konnte bisher nicht erzielt werden. Nun drängt die SPD auf eine Neuregelung, um ein Steuerschlupfloch zu schließen. 


  • Mittels Share-Deals können Käufer die Grunderwerbsteuer in Höhe von bis zu 6,5 Prozent umgehen, indem eine Immobilie nicht direkt verkauft, sondern in eine Gesellschaft eingebracht wird. Der Käufer erwirbt, statt die Immobilie selbst, Anteile davon.
  • Bleiben die Anteile des Käufers an der Gesellschaft unter 95 Prozent und hält der Verkäufer die restlichen 5 Prozent für mindesten fünf Jahre, wird keine Grunderwerbsteuer fällig. Ein Steuerschlupfloch, welches die SPD nun schließen möchte.
  • Die Länder forderten bereits 2018 eine Verschärfung des Share-Deal-Modells, doch konnten sich die Koalitionspartner nicht einigen. Großer Streitpunkt: Die Höhe der Beteiligungsgrenze beim Erwerb von Gesellschaftsanteilen.
  • Die SPD verlangt nun die Steuerpflicht, wenn innerhalb von zehn Jahren mehr als 75 Prozent der Anteile den Eigentümer wechseln. 



Stefan Sieger (Immobilieninvestor und immocation Coach) sagt:

„Grundsätzlich begrüße ich eine Neuregelung des Share-Deal-Modells. In der Vergangenheit war es oftmals so, dass Unternehmen Millionensummen an Grunderwerbsteuer untergraben haben. Natürlich ärgert man sich über den hohen Steuerbetrag, doch letztendlich sollte es fair bleiben und alle gleich behandelt werden.”


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