Neues Gesetz zur Aufteilung von Maklerkosten: Käufer zahlen künftig nicht mehr allein. - immocation

Neues Gesetz zur Aufteilung von Maklerkosten: Käufer zahlen künftig nicht mehr allein.

Neues Gesetz zur Aufteilung von Maklerkosten: Käufer zahlen künftig nicht mehr allein.

Der Bundestag hat am 14.05.2020 einen neuen Gesetzentwurf zur Aufteilung der Maklerkosten zwischen Käufer und Verkäufer verabschiedet. Für den Käufer bedeutet das, vor allem eine Entlastung von Kaufnebenkosten. 


  • Ist ein Makler sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer tätig, müssen künftig beide Parteien zu gleichen Teilen für die Maklergebühren aufkommen. Wird die Maklertätigkeit nur mit einer Partei vereinbart, hat diese allein die Kosten zu tragen.
  • Das neue Gesetz gilt nur für private Käufer von Einfamilienhäusern und Wohnimmobilien. Im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit - beispielsweise mit einer VV GmbH - können die Maklerkosten weiterhin anderweitig verteilt werden.
  • Ziel ist es, private Käufer von Kaufnebenkosten zu entlasten, die bisher aus dem Eigenkapital zu bezahlen waren.
  • Noch muss der Bundesrat dem Beschluss zustimmen. Voraussichtlich ist mit einer Gesetzesverkündung am 05.06.2020 zu rechnen. Ein Übergangszeitraum von ca. 6 Monaten soll Maklern die Möglichkeit geben, ihre Tätigkeiten an die neue Rechtslage anzupassen.
  • Demnach wird das Gesetz vermutlich Ende des Jahres Inkrafttreten.
  • Ein Maklervertrag, der den Verkauf eines Einfamilienhauses oder einer Wohnimmobilie beinhaltet, bedarf künftig der Textform (z.B. E-Mail), um wirksam zu sein. Eine mündliche Vereinbarung ist nicht ausreichend. 


Anmerkung der immocation Redaktion: Durch die Entlastung der Kaufnebenkosten für private Käufer, könnte das neue Gesetz einen großen Hebel für künftige Immobilienfinanzierungen bedeuten. Schließlich bedeuten geringere Maklerkosten auch weniger Eigenkapitaleinsatz.

 

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