Microliving – Welche Zukunftschancen hat die Wohnform?

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Das ist passiert

Das Prop-Tech-Unternehmen Plentific arbeitet eng mit großen Immobilienunternehmen und Handwerkern zusammen. Dadurch wird dem Unternehmen ein weiter Einblick in die Branche und deren Entwicklung gegeben. Mit der jüngsten Studie werden Mikroapartments betrachtet und der Trend des “Micro-Living” hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung analysiert. 

Als Mikroapartments werden 1-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe von ca. 18 m² bis ca. 42 m² bezeichnet. Vor einiger Zeit galten diese Wohnimmobilien als besonders beliebt bei Studenten. Mittlerweile spricht diese Immobiliengattung eine vielfältige Zielgruppe an. So gewinnen Mikroapartments, nebst Studenten, vermehrt bei jungen Berufstätigen, Singles, Wochenpendlern sowie Touristen und auch bei Senioren an Beliebtheit. 

Mittlerweile weist der deutsche Wohnungsmarkt über 1.700 Anbieter auf, welche sich auf diesen Wohntrend spezialisiert haben. Zudem zeigt die Studie, dass immer mehr namhafte Immobilienunternehmen in den Bau weiterer Mikro-Wohneinheiten investieren.

In den nächsten 10 Jahren wird die Anzahl der kleinen Wohnungen um 75% gestiegen sein, prognostiziert die Studie. Besonders die Metropolregionen und Studentenstädte werden weiterhin von diesem Marktsegment profitieren können. 

Zudem fokussieren sich viele Start-Up-Unternehmen auf das temporäre Wohnen. Grund dafür ist das von der Studie betitelte “ready-to-move-in”-Prinzip. In vielen Fällen ist die Lage und Anbindung der ausschlaggebende Punkt bei einer Anmietung, weniger der Mietpreis. Ähnliches gilt für Studenten. Laut Studie studieren immer mehr Menschen in Deutschland, so stieg in den letzten 10 Jahren die Zahl der studierenden um ca. 37% an. Die verfügbaren Wohneinheiten decken die Zahl von 2,9 Mio. Studenten nicht ausreichend ab. 

Ein weiterer Grund für den anhaltenden Boom des Wohntrends ist die stetig steigende Anzahl der Singlehaushalte. Seit 1991 bis heute stieg die Zahl der Singlehaushalte von 34% auf 42%. Laut Forschungen des statistischen Bundesamtes werden im Jahr 2030 81% der Haushalte aus ein oder zwei Personen bestehen.

 

Darum ist es wichtig

Der Trend ist seit geraumer Zeit bekannt. Die Studie belegt, dass dieser Trend zukünftig nicht abflachen wird und daher Investitionen in diese Nische weiterhin besonders attraktiv und profitabel sein könnten. Ihr, als private Immobilieninvestoren könnt mithilfe der Ergebnisse der Studie überprüfen, ob kleine Wohnformen für euch eine Investitionsstrategie darstellen können.


Unsere Einschätzung

Die Landflucht nimmt in weiten Teilen Deutschlands zu. Grund dafür ist das weitreichende Angebot in den Metropolregionen und Studentenstädten. Eine Abflachung des Trends ist in Zukunft nicht abzusehen, sodass ein gutes Angebot in diesem Marktsegment geprüft und realisiert werden sollte. 

Zu beachten ist allerdings der genaue Standort der kleinen Wohnung, sowohl in Sachen Mikro- als auch Makrolage. Die Zielgruppe, für die Microliving in Frage kommt mag es nämlich vorrangig in urbanen, zentralen Lagen zu leben.


Vollständige Quelle: Plentific

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