Mehrfamilienhäuser: Großteil benötigt energetische Sanierung

Mehrfamilienhäuser: Großteil benötigt energetische Sanierung

Das durchschnittliche Mehrfamilienhaus in Deutschland ist nur teilweise energetisch saniert, wird mit Gas beheizt und verwendet eine Heizungsanlage die rund 23 Jahre alt ist. Zu diesem Ergebnis gelangte eine aktuelle Studie des Energiedienstleisters Ista. 


  • Von rund 40 Millionen Mietwohnungen in Deutschland, befinden sich knapp die Hälfte in Mehrfamilienhäusern. Eine Insta-Studie untersuchte nun den Sanierungsstand von 74.000 Wohngebäuden.
  • Das Ergebnis: Ein typisches Mehrfamilienhaus hat ein Alter von 42 Jahren, verfügt über 7 Wohneinheiten und eine beheizte Wohnfläche von insgesamt ca. 500 qm. Der Großteil heizt mit Gas, 21 Prozent mit Öl und 13 Prozent mit Fernwärme. 
  • Daten von 2014 belegen, dass etwa 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs auf den Gebäudesektor entfallen. Gleichzeitig entspricht die Sanierungsquote mit einem Prozent des Gebäudebestandes nicht dem zu erwartenden Klimaziel von 1,5 Prozent. 
  • Auch wenn in den vergangenen 20 Jahren 48 Prozent der Heizungsanlagen in Mehrfamilienhäusern ausgetauscht wurden, liegt der durchschnittliche Energiekennwert immer noch bei 118 kWh/qm pro Jahr. Das entspricht der Energieeffizienzklasse D. 
  • Laut Insta-Studie ist der energetische Zustand in den neuen Bundesländern besser als in den alten. Neben dem Gebäudezustand sei aber auch das Nutzerverhalten eines Wohngebäudes von Bedeutung. 
  • Folglich muss bis zum 25. Oktober 2020, die von der EU erlassene Energieeffizienzrichtlinie in nationales Recht überführt werden. Wer dann über fernauslesbare Geräte verfügt, erhält ab 2022 ein Anrecht auf monatliche Verbrauchsinformationen. 



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