Innenaufnahme eines Wohnzimmers (Symbolbild)

Mehr Wohnfläche, schlechte Klimabilanz – so wohnen Deutsche

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Deutschen steht im Schnitt immer mehr Wohnfläche zur Verfügung. Eine Studie der DZ Bank verbindet dies und weitere Faktoren mit der negativen Klimabilanz von Immobilien.

Welche Schlüsse ihr als Investoren aus der Studie ziehen könnt lest ihr hier.

Innenaufnahme eines Wohnzimmers (Symbolbild)

Das ist passiert

Die DZ Bank hat eine Studie zur Klimabilanz von Immobilien veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass die Wohnfläche pro Kopf in den vergangen 25 Jahren um 11 Quadratmeter gestiegen ist. Der Wunsch nach geräumigem Wohnen ist durch die Pandemie und dem meist fehlenden Platz für Homeoffice verstärkt worden. Des Weiteren beflügelt die wachsende Zahl an Einpersonenhaushalten das Flächenwachstum, eine Trendumkehr sei nicht in Sicht. Der Wunsch nach immer größerer Wohnfläche wirke sich ungünstig auf den Energieverbrauch und die Treibhausemissionen aus, so die Studie. 

Zusätzlich zu der negativen Klimabilanz tragen die fast 43 Millionen unsanierten Wohngebäude bei. Seit 2014 stagnieren die CO2-Emissionen um die 120 Mio. Tonnen pro Jahr. Zahlreiche Gebäude verbrauchen viel Energie, welche sie aus Öl oder Gas beziehen. Die bei neugebauten Häusern beliebten Wärmepumpen sind eher selten vorzufinden.


Darum ist es wichtig

Der Trend zu mehr Wohnraum hält seit Jahren an und ist durch die Coronapandemie präsenter denn je. Eine Veränderung des Anforderungsprofils der Nachfrager nach größeren Wohnungen könnte die Folge sein und es gilt diese Veränderungen als Investor zu verfolgen, um sein Angebot gegebenenfalls anzupassen. 

Klimakatastrophen, wie zum Beispiel das jüngste Hochwasser in NRW bringen das Thema des Klimaschutzes immer wieder weit nach vorne auf die Agenden der Politik. Es ist davon auszugehen, dass dieser Trend zunehmen wird. Als Investor ist es daher sinnvoll zu verfolgen, welche Parameter maßgeblich zur negativen Klimabilanz des Gebäudesektors beitragen. 


Unsere Einschätzung

Es kann sich für euch lohnen, die sich verschiebende Nachfrage von Zimmer- und Quadratmeteranzahl zu verfolgen. Hier könnte es in manchen Regionen zukünftig zu einem anderen Anforderungsprofil der Nachfrager kommen. Für Investoren gilt es auch diesen Trend zu verfolgen und gegebenenfalls die Investmentstrategie zu adaptieren. 

Die notwendigen Sanierungen des Gebäudebestands würde bei der aktuellen Auslastung der Handwerksunternehmen nur schleppend vorankommen und Jahrzehnte dauern, daher muss das Sanierungstempo gesteigert werden.

Wir gehen stark davon aus, dass die Politik in der Zukunft weitere Förderungen aber auch Steuern für dieses Themengebiet erlässt. 


Ganzer Artikel: Tagesschau 

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  • Die Leute wollen größere Wohnungen. Das ist schlecht für die Umwelt, aber als Investoren sollen wir sagen: „okay, dann machen wir das“? Nein! Smarter renovieren, homeoffice da hin, wo gestern noch das Kinderzimmer war, oder auf dem frisch isolierten Dachboden, ins Esszimmer, das dann eben architektonisch gekonnt ins Wohnzimmer integriert werden muss, oder anstelle eines Ankleidezimmers, dafür aber mit Einbauschränken trösten und so weiter … wir müssen echt mal umdenken! Wenn die Wärmepumpe der neue Luxus ist und die klimafreundliche Wohnung das neue Statussymbol, dann gibt es für Investoren doch noch andere Möglichkeiten

  • Ich denke, dass sich bei diesem Artikel die meisten folgende Frage stellen werden: „Wie hoch war die Wohnfläche vor 25 Jahren und wie hoch ist diese heute?“ denn die Information, dass es heute 11 Quadratmeter mehr sind, hilft nun nicht wirklich weiter.

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