Immobilienkredit vorzeitig ablösen: So entfällt die Vorfälligkeitsentschädigung

Immobilienkredit vorzeitig ablösen: So entfällt die Vorfälligkeitsentschädigung

Wird ein Immobiliendarlehen vorzeitig abgelöst, fällt in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung seitens der Bank an. Diese kann jedoch umgangen werden, wenn deren Berechnung im Vertrag falsch erklärt wurde. 


  • Eine am 21. März 2016 beschlossene Gesetzesänderung besagt, dass einer Bank nur dann eine Vorfälligkeitsentschädigung zusteht, wenn ihre Angaben im Vertrag richtig berechnet wurden. Andernfalls habe die Bank keinen Anspruch darauf.
  • Ein Immobilienkäufer wollte nach Abschluss des Kreditvertrags seine Wohnung verkaufen. Die Bank forderte eine Entschädigung von 4712 Euro, da der Kunde laut Vertrag erst im Jahr 2028 hätte kündigen dürfen.
  • Sein Anwalt fand jedoch eine Lücke im Vertrag: Demnach wird die Entschädigung bis zum Ende der Restlaufzeit berechnet, sprich bis zur vollständigen Tilgung. Erlaubt ist aber nur eine Berechnung des Zinsschadens bis zum Ende der Zinsbindung.
  • Die Stiftung Warentest wies nun darauf hin: Wer seinen Kreditvertrag nach dem 21. März 2016 abgeschlossen hat, sollte ihn  – im Fall einer vorzeitigen Kreditablösung –  von einem Fachanwalt prüfen lassen.
  • Weitere häufige Fehlerquellen im Vertrag seien außerdem: der fehlende Hinweis auf das Recht von Sondertilgung, eine 6-monatige Kündigungsfrist bei einer Zinsbindung von mehr als 10 Jahren sowie die Berechnung des Zinsschadens anhand der Renditen von Pfandbriefen.


immocation Anwalt Bodo sagt: 

„Wichtig ist es zu beachten, dass diese strengen Vorgaben an die Belehrungen im Zusammenhang mit der VFE nur bei Verbraucherdarlehensverträgen gelten." 


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