Gewerbe-Airbnbs: Mehr Flexibilität für Vermieter und Mieter

Gewerbe-Airbnbs: Mehr Flexibilität für Vermieter und Mieter

Die Folgen der Corona-Krise sowie die starke Zunahme von Home-Office sorgen bei vielen Unternehmen für Unsicherheit. Wie viel Gewerbefläche wird zwischen Home-Office und Infektionsschutz tatsächlich benötigt? Sharings-Start-ups wollen mit sogenannten Gewerbe-Airbnbs Vermietern und Mietern künftig das Leben erleichtern.


  • Erste Unternehmen, die über ihren Bedarf hinaus gemietet haben, geben Gewerbeflächen ab. Auch wenn die Mitarbeiter teilweise wieder ins Büro zurückkehren, bleibt zu klären, wie die Flächen langfristig genutzt werden sollen.
  • Untervermietungsplattformen wie ShareDNC und ShareYourSpace wollen nun mit einer Art Gewerbe-Airbnb die Flächeneffizienz erhöhen und so mehr Flexibilität für Vermieter und Mieter bieten.
  • Unternehmen können über diese Plattformen ungenutzte Büroflächen an andere Firmen oder Freiberufler vermieten, untervermieten oder mit ihnen teilen. Ganze Stockwerke, aber auch einzelne Arbeitsplätze und Besprechungsräume können stundenweise oder bis zu mehreren Jahren gemietet werden.
  • Unterschied zu Coworking-Anbietern: Die Sharing-Angebote stammen nicht vom Makler, sondern von den Eigentümern und Mietern der Gewerbeflächen. Darüber hinaus setzt das Konzept auf die Auslastung nicht genutzter Flächen und Kostenteilung.
  • Der Vorteil: Unternehmen, die über diese Plattformen mieten, haben eine durchschnittliche Laufzeit von einem Jahr. Sollte sich die wirtschaftliche Lage verbessern, kann der eigentliche Mieter flexibel auf die Fläche zugreifen.
  • Vermietern bietet sich die Möglichkeit, Bestandsmietern, die ihre Flächen reduzieren wollen, das Angebot von Untervermietung zu machen. Damit sinkt die Gefahr, dass die Mieter schneller ausziehen.
  • Immer mehr Unternehmen denken über flexiblere Arbeitsmodelle nach und wollen daher in Zukunft verstärkt mit Immobilieneigentümern zusammenarbeiten. 


Sebastian Gleißner (Immobilieninvestor & immocation Coach) sagt:

Das ist die logische Schlussfolgerung von dem, was wir derzeit erleben. Denn nicht jeder Arbeitnehmer möchte immer von zu Hause aus arbeiten. Bürostandorte, die diese Art der Flächennutzung bieten, können für Arbeitnehmer vorteilhafte Arbeitsbedingungen, wie beispielsweise schnelles Internet, gewährleisten. Wir arbeiten derzeit ebenfalls an Shared-Office-Konzepten, um bestehende nicht so gut vermietbare Flächen wieder vermieten zu können. Es kann sein, dass die zu generierende Miete des Vermieters sogar höher ausfällt als über die normale Vermietung. Das Airbnb-Gewerbethema verfolgt genau diese Strategie. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es sich über die genannten Plattformen gut vermieten lässt. Meiner Meinung nach wird sich dieses Konzept in den nächsten Jahren etablieren. Alles in allem ein gelungener Start in ein neues Geschäftsfeld."

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