Lohnt es sich, in Ferienimmobilien zu investieren? Ein Gespräch mit unserem Coach Daniel Kleinert

Lohnt es sich, in Ferienimmobilien zu investieren? Ein Gespräch mit unserem Coach Daniel Kleinert

Gerade in der heutigen Zeit träumen viele davon, eine Ferienimmobilie ihr Eigen nennen zu können.

Im Interview mit unserem Coach Daniel erfahrt ihr alles, was ihr über Investments in Ferienimmobilien wissen müsst. 


IMC-News: Hallo Daniel, wie viele Ferienimmobilien hast du und wo liegen sie?

 

Daniel: Ich habe eine Ferienwohnung in Prerow seit 2015 und ein Ferienhaus in Zingst seit 2019 (beides Ostsee).

 

IMC-News: Wie nutzt du sie?

 

Daniel: Beide Objekte sind vorrangig zur Vermietung.

Wir blocken uns jedes Jahr zwei bis drei Mal eine Woche für uns selbst und schauen im Buchungsplan dann und wann mal, ob etwas spontan frei ist.

Dann fahren wir mal übers Wochenende, dies aber vorrangig in den Nebenzeiten.

 

IMC-News: Was hat dich dazu bewogen, in Ferienimmobilien zu investieren?

 

Daniel: Die erste Wohnung haben wir gekauft, da wir regelmäßig an die Ostsee fuhren und viel Geld für die Buchung fremder Wohnungen und Häuser ausgegeben haben.

Das wollte ich ändern und somit suchten wir etwas passendes.

Die gefundene Wohnung in Prerow war ein Schnäppchen, hatte 3 kleine Zimmer, eine sehr gute Lage und passte perfekt zu unserer Suche.

2019 entschieden wir uns für das nächste Objekt - ein Einfamilienhaus.

In Zingst fanden wir dann wieder ein passendes Schnäppchen.


IMC-News: Worauf achtest du bei der Standortanalyse?


Daniel: Bei Ferienimmobilien achte ich auf eine sehr gute Lage in zentralen Urlaubsregionen.

Keine Vororte oder Randlagen. Ich brauche nicht die Strandstrasse, aber dann durchaus maximal 5-7 Minuten zum Strand.


IMC-News: Welche Renditen kann man erzielen?


Daniel: Beide Objekte verdienen Geld und sind nicht nur Abschreibungsobjekte.

Aufgrund der höheren Abnutzung nehmen wir uns aber kein Cashflow aus den Objekten heraus.


IMC-News: Du sprichst die Abnutzung an. Gehen die Mieter nicht schlechter mit einer Ferienimmobilie um als mit einer dauerhaften Bleibe?


Daniel: Ein wenig, aber das ist nicht dramatisch. Wir haben unsere Wohnung seit 2015 und fast alles, auch die Couch ist noch Original da.

Einen Couchtisch haben wir schon neu. Dann und wann fehlt mal Besteck, Glas oder Teller. 

Grundsätzlich aber kannst du damit rechnen, dass du nach ca. 7-10 Jahren grundlegend alles einmal neu kaufst in einer Ferienwohnung.


IMC-News: War es leicht, die Immobilien zu finanzieren?


Daniel: Finanzierung war bei keinem der beiden Objekte ein Problem.

Beide sind zu über 100% finanziert.

Interessanterweise hatten wir bei der ersten Wohnung eine Sparkasse vor Ort angefragt und keine vernünftigen Konditionen erhalten.

Dann haben wir andere Banken angefragt und, für uns, recht gute Konditionen angeboten bekommen.

Das ist auch stets meine Empfehlung, wenn man eine Absage oder keine guten Konditionen von einer Bank erhält, dann fragt man weitere an.


IMC-News: Wie viele Tage im Jahr sollte eine Ferienimmobilie vermietet sein?


Daniel: Eine Ferienwohnung sollte das Potential auf 150 Tage Vermietung im Jahr haben.

Kalkulieren würde ich mit 120-130 Tagen.

Jedoch gilt: Je besser die Lage im Ferienort, desto bessere Vermietung in der Nebensaison und damit höhere Auslastung gibt es.

Zu diesen Zeiten kann man vermieten:

Hauptsaison: Juni, Juli, August (schon mal 90 Tage), Weihnachten-Sylvester ca. 10 Tage, Pfingsten/Himmelfahrt noch einmal ca. 10 Tage.

Dann gibt es die B-Saison: Mai und September bis Oktober

Dann gibt es die C-Saison November-März (ohne Weihnachten)

Wir rechnen mit ca. 180-200 Tagen Vermietung. Was sehr viel ist, aber wenn man gute Lagen hat, kann man öfter auch in den Nebenzeiten vermieten.


IMC-News: Wie verwaltest du die Immobilien und wie teuer ist das?


Daniel: Die Verwaltung der Ferienwohnungen erfolgt durch spezialisierte Agenturen vor Ort.

Je größer und besser das Objekt, desto höher das Interesse der Agenturen.

Die Ferienwohnung wollte kaum eine Agentur haben und ich musste fast darum betteln, das Ferienhaus dagegen, wollten alle Agenturen.

Die Agenturen verlangen zwischen 15-20% der Mieteinnahmen plus Umsatzsteuer.

Übrigens ist die Vermietung von Ferienimmobilien umsatzsteuerpflichtig und damit auch vorsteuerabzugsberechtigt.

Der Satz für diese Vermietung beträgt 7%. Die Vorsteuer auf Dienstleistungen und Möbel kann aber zu 19% gezogen werden.


IMC-News: Wie hat sich Corona auf die Mietnachfrage ausgewirkt?


Daniel: Corona hat die Nachfrage angeheizt und zu größerer Auslastung in den verfügbaren Zeiten geführt.

Auch in näherer Zukunft wird der Fokus noch stärker auf Urlaub im Inland liegen, was für noch mehr Urlaubsgäste sorgt.

Auch die Wertentwicklung wird stark steigen, da mehr Menschen von einer Ferienimmobilie träumen durch Faktoren wie zum Beispiel den Lockdown.


IMC-News: An welchen Standorten gibt es noch lohnende Deals für Kapitalanleger?


Aus meiner Sicht gibt es immer und überall lohnende Deals.

Wir müssen nur einen motivierten Verkäufer finden, dann ist zu jeder Zeit und an jedem Ort ein lohnender Deal zu machen.


IMC-News: Vielen Dank, Daniel!


Daniel: Sehr gern!


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Über unseren Coach Daniel: Daniel ist das perfekte Beispiel für den Ausstieg aus dem Berufsleben im Großkonzern hin zum Immobilien-Investor.

Mit klarer Zielsetzung hat er sich in wenigen Jahren ein beachtliches Portfolio aufgebaut und kann heute gut von seinen Immobilien leben.

Er verfügt über einen Bestand von 85 Wohneinheiten.


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