Europavergleich: Deutschland beim Wohnungsneubau und Klimaziel weit hinten

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Das ist passiert

Der renommierte Investment-Manager für institutionelle Immobilieninvestments Empira hat eine neue Studie hinsichtlich der Energiebilanz von deutschen und europäischen Wohnungsneubauten und Bestandsimmobilien veröffentlicht.

Das Ergebnis verdeutlicht, dass das gesetzte Klimaziel nur durch mehr privatwirtschaftlichen Wohnungsneubau zu erreichen ist. Der deutsche Wohnungsbestand ist im europäischen Vergleich deutlich älter und nur zu 13,8% vollsaniert oder neu gebaut. 


Die Studie schlüsselt den deutschen Wohnbestand und dessen Energieverbrauch pro Jahr deutlich auf: 

Unsanierter Altbau: > 151 kWh/m² (36% des deutschen Wohnbestandes) 

Teilsanierte Gebäude: < 143 kWh/m² (50% des deutschen Wohnbestandes) 

Vollsanierte Wohnimmobilien: < 115 kWh/m² 

Immobilien mit Baujahr 2002 oder später: < 89 kWh/m² 

Vollsanierte und neu errichtete Wohngebäude erreichen zusammen einen Anteil von 13,8% des deutschen Wohnbestandes.


Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten wird in Deutschland eher wenig Wohnungsneubau realisiert. So lag Deutschland 2018 bei 3,47 Wohnungen / 1.000 Einwohner. Österreich konnte im selben Zeitraum 6,48 Wohnungen / 1.000 Einwohner vorweisen. Andere Staaten, wie zum Beispiel Belgien, Frankreich und Polen sind mit der Bauintensität ebenfalls vor Deutschland. 

Aktuelle Destatis-Zahlen zum Wohnungsneubau des letzten Jahres lest findet ihr in diesem Artikel  So viele Wohnungen wurden 2020 geschaffen


Darum ist es wichtig

Durch die Studie wird einmal mehr deutlich wie dringend Deutschland schnelleren Wohnungsneubau benötigt, um das ausgewiesene Klimaziel zu erreichen und die Bevölkerung mit ausreichend Wohnraum zu versorgen. Die Politik hat dies erkannt. Es kann gut sein, dass es in Zukunft weitere Regulierungen und Förderungen im Immobiliensektor gibt, daher lohnt es sich, die aktuellen Geschehnisse zu verfolgen. 


Unsere Einschätzung

Die Immobilienwirtschaft verfügt über das nötige Kapital und den Willen, Wohnungsneubau voranzutreiben. Bürokratische Abläufe und das meist fehlende Bauland sind die Hindernisse, welche behoben werden müssen. Besonders bei den Großstädten und dessen Umland müssen die Projekte schnell vorangetrieben werden. Das Potenzial für die Energieeinsparung und die Verringerung der CO2-Emissionen ist vorhanden und sollte durch gezielte Förderungen für den privaten Investor leichter erzielbar sein. 


Zu diesem Thema ebenfalls interessant: Mehr Wohnfläche, schlechte Klimabilanz – so wohnen Deutsche.  In diesem haben wir eine Studie der DZ Bank zusammengefasst, die Aufschluss darüber gibt, warum die Klimabilanz deutscher Immobilien so schlecht ist. 


Ganzer Artikel: Empira-Studie: Klimaziele nur durch massiven Wohnungsneubau zu erreichen | News | Konii.de

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