Links: immocation-Coach Martin Richter, Rechts: Das Urteil des BFH steht (Symbolbild)

BFH-Urteil: Steuerminderung beim Immobilienverkauf ist nicht missbräuchlich

Lesezeit in Minuten: 

Die Immobilie kurz vor dem Verkauf den Kindern schenken und dadurch steuern sparen ist nicht missbräuchlich, urteilte der BFH.

Den genauen Fall und eine Einschätzung unseres Coaches Martin Richter lest ihr hier.

Links: immocation-Coach Martin Richter, Rechts: Das Urteil des BFH steht (Symbolbild)

Das ist der Fall

Die Klägerin hatte 2011 ein Grundstück gekauft und wollte es 1 Jahr später wieder verkaufen. Durch die kurze Haltedauer würde der Verkaufsgewinn steuerpflichtig werden.

Sie leitete den Verkaufsprozess ein, verschenkte das Grundstück dann aber zu jeweils 50% an ihre Kinder, die das Grundstück dann verkauften.

Die Steuern auf den Veräußerungsgewinn fielen wegen der geringeren Progression der Kinder und weil jedes Kind nur 50% verkaufte, viel niedriger aus.

Den Veräußerungsgewinn von 100.000 € rechnete das Finanzamt aber der Mutter zu, die daraufhin klagte.


So urteilte der BFH

Der BFH gab der Mutter recht. Der Veräußerungsgewinn sei bei den Kindern entstanden und müsse daher bei diesen versteuert werden. Beim unentgeltlichen Erwerb sieht das Einkommenssteuergesetz das so vor.

Dabei handele es sich um eine Regelung, die Missbrauch gerade verhindern soll, betonten die Münchener Richter. Sie solle verhindern, dass private Veräußerungserlöse gar nicht versteuert werden. Mit einer solchen „Missbrauchsverhinderungsvorschrift“ sei der Sachverhalt dann aber auch abschließend geregelt. Aus diesem Grund kann der Klägerin kein Missbrauch vorgeworfen werden.


Das sagt der immocation Coach Martin Richter zu dem Urteil:

“Ich finde es klasse, dass der Bundesfinanzhof die Progressionsunterschiede innerhalb der Familie einmal mehr als legitime Gestaltungsmöglichkeit bestätigt. Eine Vielzahl dieser Konstrukte sind für Immobilieninvestoren anwendbar. 

Im Urteilsfall macht es  natürlich umso mehr Sinn, wenn die Schenkung nicht versteuert wird. Da besteht allerdings ein Freibetrag von  jeweils 400.000 € pro Kind innerhalb von 10 Jahren.”


Über Martin: Martin, gennant “Mr. Steuer” ist einer der führenden Steuerberater Deutschlands in Sachen Steueroptimierung für Immobilieninvestoren. Er selbst besitzt über 20 Wohneinheiten und ist Vorstand einer Steuerberatungskanzlei. Ihr findet ihn auch bei Instagram.


Ganzer Artikel: FAZ

Bevor du gehst...

Ähnliche bei der immocation-Community beliebte Artikel 

Prognose: Heizkosten steigen 2021 um bis zu 44%

Die Heizkosten könnten dieses Jahr um bis zu 44% steigen. Woran das liegt und die genauen Zahlen erfahrt ihr hier. 3

7. Oktober, 2021
Prognose: Heizkosten steigen 2021 um bis zu 44%

Wahlprogramm Check zur Bundestagswahl 2021 – Die AfD

Wir haben das Wahlprogramm von der AfD gelesen und die Inhalte, die private Immobilieninvestoren betreffen, wörtlich übernommen und in diesem Artikel zusammengeschrieben.

22. September, 2021
Wahlprogramm Check zur Bundestagswahl 2021 – Die AfD

Weitere Informationen zu Immobilien

Melde dich für den immocation Newsletter an und erfahre alles, was ein privater Immobilieninvestor wissen muss.

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
>