Zeitraffer einer Baustelle

So schnell bauen zu können, wie hier ist für viele Investoren derzeit nur ein Traum.

Bauen wird immer teurer

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Die Preise für Baustoffe steigen immer mehr an. Warum das so ist, welche Materialien besonders im Preis steigen und was das für euch bedeutet erfahrt ihr hier.
Zeitraffer einer Baustelle

So schnell bauen zu können, wie hier ist für viele Investoren derzeit nur ein Traum.

Das ist passiert

Zahlreiche Interessenvertretungen aus dem Baugewerbe haben Auskunft über Preissteigerungen gegeben. Hier eine Übersicht der Stoffe und der relativen Preissteigerung seit September 2020:

Holz: +15-20%

Betonstahl: +30%

Mineralölerzeugnisse (Grundstoff für Dämmmaterialien): +15%

EPS (Dämmstoff): +50%

Trockenbauprofile und OSB Platten: +50%


Das steckt hinter dem Anstieg

Während der Corona Pandemie wurden die globalen Produktionskapazitäten für viele Baustoffe heruntergefahren. Durch die unerwartet drastisch angestiegene Baukonjunktur, insbesondere in China und den USA, kommt es dadurch jetzt zu Lieferengpässen. Dazu kommt die zeitweise Unterbrechung der Lieferketten.


Das bedeutet es für Immobilieninvestoren

Viele Handwerksbetriebe werden durch den Preisanstieg in eine unangenehme Situation gebracht, insbesondere diejenigen, die sich mit dem Auftraggeber auf einen Festpreis verständigt haben. 

Investoren können sich auf Verhandlungen mit ihrem Handwerkern über höhere Preise und Bauverzögerungen einstellen.


Unsere Einschätzung

Preise für Baumaterialien sind üblicherweise volatil, aber dieser Preisanstieg sucht seinesgleichen. Größere Bauprojekte dürften stärker unter der Entwicklung leiden, als kleinere. 

Die steigenden Preise bringen aber ein weitaus größere Problem mit sich: Die Gefahr, dass sich Modernisierungen nicht mehr lohnen.

Die Grünen haben sich jüngst dafür ausgesprochen, dass die Miete nach Modernisierungen nur noch um 1,50 € pro Quadratmeter und Monat steigen darf. Dieser niedrige Wert könnte durch die steigenden Baukosten so unrentabel werden, dass sich Investoren gegen Modernisierungen entscheiden. 

Das hätte zur Folge, dass Häuser verfallen würden und die energetischen Modernisierungen, die zum Erreichen der Klimaziele von Nöten sind nicht durchgeführt werden. 

Die steigenden Baupreise führen die Klimaziele der Bundesregierung mit denen der Wohnungsversorgung der Bevölkerung auf einen Konfrontationskurs: Je teurer es wird zu bauen, desto schwieriger wird es, umweltfreundliche Immobilien zu einem günstigen Preis rentabel herzustellen. 


Quelle: Wohnglück.de

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