Aufteilung der Maklerprovision durch Bundestag beschlossen: Werden private Käufer nun entlastet?

Aufteilung der Maklerprovision durch Bundestag beschlossen: Werden private Käufer nun entlastet?

Die Entscheidung steht fest: Ab 2021 sollen Käufer und Verkäufer einer Immobilie bundesweit die Maklerprovision zu gleichen Teilen übernehmen. Damit werden private Käufer von Kaufnebenkosten entlastet. 


  • Der Bundesrat hat am 05.06.2020 dem Gesetz zur Aufteilung der Maklercourtage zugestimmt. Dieses wird nach einer Übergangsfrist von 6 Monaten Inkrafttreten und beinhaltet, wie der Nachweis über ein korrektes Zahlverhalten zu erbringen ist.  
  • Es gilt das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt zuerst seinen Anteil der Provision.
  • Engagiert der Verkäufer einen Makler, muss er per Überweisungsbeleg die Zahlung an ihn belegen. Legt der Makler den Nachweis im Anschluss dem Käufer vor, muss dieser seine Kosten begleichen. 
  • Hat der Makler mit beiden Parteien einen Vertrag geschlossen, ist kein Nachweis erforderlich. 
  • Eine gute Nachricht für private Käufer, da nun die Nebenkosten, welche aus dem Eigenkapital zu bezahlen sind, gesenkt werden. 


Daniel Kleinert (Immobilieninvestor und immocation Coach) sagt:

Die neue gesetzliche Regelung zur Maklercourtage ist ein salomonisches Urteil in der Branche. Hat die ehemalige Bundesjustizministerin Katarina Barley eine volle Übernahme der Maklerprovision durch den Besteller (meist Verkäufer) gefordert, so gab es mit der aktuellen Ministerin Christine Lambrecht jetzt ein ausgeglichenes Ergebnis, welches ich persönlich als vollkommen fair erachte. Es ist eine Lösung, bei der die Maklerprovision von beiden profitierenden Seiten (Käufer und Verkäufer) fair geteilt wird. Da dies bereits im Großteil der 16 Bundesländer, ohne gesetzliche Regelungen, so gehandhabt wurde, gibt es eine tatsächliche Einsparung für Käufer nur in einigen Bundesländern (so z.B. Berlin und Brandenburg). Dort jedoch freuen sich die Käufer zukünftig über meist 3,57 % geringere Kaufnebenkosten. Betrugen diese zuvor über 15 % des Kaufpreises (Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer, Notarvertragskosten, Amtskosten und Maklerprovision) reduzieren sich diese nun auf ca. 12 %.


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