7-Jahres-Trend: Kaufpreise steigen doppelt so stark wie Mieten

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Seit 2012 sind die Kaufpreise im Vergleich zu den Mietpreisen deutlich stärker gestiegen. Die Hintergründe und warum das wichtig ist erfahrt ihr hier.


Das ist passiert


Die Mieten in den größten 8 Städten Deutschlands sind seit 2012 um 54% gestiegen. Die Kaufpreise hingegen um 98% und damit fast doppelt so stark.

Das Mietpreiswachstum im Deutsche Durchschnitt liegt bei 33%, das Kaufpreiswachstum hingegen bei 96% und damit fast dreimal so hoch.

Die Daten gehen aus dem Wohnmarktreport 2020 von dem Immobiliendienstleister JLL hervor. 


Das ist der Hintergrund


Dass die Kaufpreise derartig stark angestiegen sind hat vor allem drei Gründe.


1. Zinsumfeld

Die Zinsen für Immobilienkredite waren während des Betrachtungszeitraums nahezu konstant rückläufig. 

Hierdurch wurde immer mehr Menschen der Zugang zum Immobilienmarkt ermöglicht, da sie hierdurch erst die Möglichkeit erlangt haben, das für einen Immobilienkauf nötige Kapital zu bekommen.


2. Mietregulierungen

Das Mietrecht unterliegt zahlreicher Regulierungen, die das Mietpreiswachstum bremsen sollen, Kaufpreise hingegen werden frei durch Angebot und Nachfrage festgelegt.


3. Kapitalanleger

Deutschland gilt für internationale Investoren als sicherer Hafen und immer mehr 

von ihnen wollen Wohnimmobilien in der Bundesrepublik ihr Eigen nennen. 

Allein von Q1-Q3 2020 flossen 16,1 Mrd. Euro in deutsche Wohnimmobilien, die mit Abstand höchste Summe in ganz Europa (wir berichteten). 


Unsere Einschätzung


Die oben genannten drei Faktoren beeinflussen auch maßgeblich die zukünftige Wertentwicklung von Immobilien. 

Achtet daher genau darauf, wie sich die Zinsen entwickeln, ob neue Regulierungen auf den Markt kommen und wie attraktiv Immobilien als Anlageklasse bleiben. 

Aus diesen Faktoren könnt ihr ableiten, wohin sich der Immobilienmarkt entwickeln wird.


Anmerkung: Die Daten wurden von Empirica Systems und dem Immobiliendienstleister JLL erhoben. Zugrunde liegen die Angebotspreise für Wohnungen.


Quelle: https://www.jll.de/de/trends-and-insights/research/wohnungsmarktbericht


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